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Pressemitteilung vom 03. Juli 2008

Mehr Aufklärung über die Verbrechen des SED-Regimes nötig

02. Juli 2008 – Point Alpha/ Fulda – Am Tag der Liberalen der FDP Fulda waren die Jungen Liberalen (JuLis) Fulda natürlich auch mit von der Partie. Morgens beteiligte man sich an der Veranstaltung „Zwischen Diktatur und Freiheit“ der Friedrich Naumann Stiftung am Point Alpha, bis man dann nachmittags mit dem FDP-Infobus kurz in der Fußgängerzone in Fulda Halt machte und schließlich den Abend bei einem gemütlichen Jazzkonzert am Feuerwehrmuseum Fulda ausklingen lies. Deutlich wurde an diesem Tag, dass mehr Aufklärung über die Verbrechen des SED-Regimes gleistet werden muss.

Im Zuge der Veranstaltung „Zwischen Diktatur und Freiheit“ fanden zwei Diskussionsrunden zu den Themen „Bedeutung des Point Alpha heute“ und „Amerika - Verteidiger der Freiheit“ statt.

In der ersten Diskussionsrunde berichteten zwei Zeitzeugen über ihre Erlebnisse. Günter Ullmann, ein verfolgter Lyriker, las einige Beispiele seiner Gedichte vor. „Man merkt ihm heute noch seine schreckliche Vergangenheit an – diese psychischen Leiden kann man wahrscheinlich nicht überwinden“, sagt Benedikt Happ, Pressesprecher der Jungen Liberalen Fulda, nach Ullmanns Vortrag. Am Ende der Diskussion kam man auf die wachsende Akzeptanz der Linkspartei zu sprechen, welche augenscheinlich den Kommunismus unterstützt. Die Diskutanten suchten nach den Gründen und waren sich einig, dass die Schulen nicht genug dafür tun, dass die DDR-Vergangenheit aufgearbeitet wird. Genau dieses Thema haben die JuLis Fulda bereits im Januar diesen Jahres angesprochen und gefordert, dass Schulen nicht nur die Nazivergangenheit Deutschlands aufarbeiten, sondern auch die SED-Verbrechen, welche ebenfalls nicht unbedeutend sind. „Es kann nicht sein, dass Klassen zum Shoppen auf die Zeil nach Frankfurt fahren, anstatt einen wichtigen Teil deutscher Geschichte aufzuarbeiten“, urteilt Mark Matthies, Kreisvorsitzender der JuLis Fulda. Die JuLis Fulda fordern die Schulen dazu auf, dass mehr für die Aufarbeitung der SED-Verbrechen getan wird, damit es den Fuldaer Schülerinnen und Schülern nicht so geht, wie Gymnasiasten aus Köln. Diese waren zur Besichtigung am Point Alpha und wussten gar nicht, dass Deutschland je geteilt war, wie Berthold Dücker, Vorsitzender des Fördervereins Point Alpha e.V. zu berichten wusste.

„Es kann nicht sein, dass mehr als dreiviertel der deutschen Schüler nicht einmal mehr wissen, wer die Mauer gebaut hat und viele sich über die Existenz der DDR und die Verbrechen des SED-Regimes nicht bewusst sind“, erklärt Benedikt Happ.

In der zweiten Diskussionsrunde wurde über „Amerika als Verteidiger der Freiheit“ debattiert. Die Diskutanten sahen Amerika alle als Verteidiger der Freiheit. Dr. Wolfgang Hamberger formulierte diese Ansicht treffend mit den Worten „Die haben ihr Leben gegeben für unsere Freiheit!“. Natürlich debattierte man auch mit Blick auf den Irkakrieg das heutige Sendungsbewusstsein der Amerikaner. „Wir brauchen uns gegenseitig. Die Welt braucht den Zusammenschlus von Wertegemeinschaften“, resümierte Dr. Hamberger und repräsentiert so die weitestgehend positive Einstellung der Anwesenden gegenüber der amerikanischen Außenpolitik.

Den Tag liesen die JuLis mit einem gemütlichen Jazzkonzert ausklingen. „Am Ende der Veranstaltung bleiben zwei Zitate“, schloss der JuLi-Pressesprecher, „einmal von Jürgen Lenders >Aus Besatzern wurden Freunde< und von Winston Churchill >Es gibt nichts Schlimmeres als die Amerikaner an seiner Seite zu haben, außer sie nicht an seiner Seite zu haben<.“