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02.
Juli 2008 – Point
Alpha/ Fulda – Am Tag der Liberalen der FDP Fulda waren die
Jungen Liberalen
(JuLis) Fulda natürlich auch mit von der Partie. Morgens
beteiligte man sich an
der Veranstaltung „Zwischen Diktatur und Freiheit“
der Friedrich Naumann
Stiftung am Point Alpha, bis man dann nachmittags mit dem FDP-Infobus
kurz in
der Fußgängerzone in Fulda Halt machte und
schließlich den Abend bei einem
gemütlichen Jazzkonzert am Feuerwehrmuseum Fulda ausklingen
lies. Deutlich
wurde an diesem Tag, dass mehr Aufklärung über die
Verbrechen des SED-Regimes
gleistet werden muss.
Im
Zuge der Veranstaltung „Zwischen Diktatur und
Freiheit“ fanden zwei
Diskussionsrunden zu den Themen „Bedeutung des Point Alpha
heute“ und „Amerika
- Verteidiger der Freiheit“ statt.
In
der ersten Diskussionsrunde berichteten zwei Zeitzeugen über
ihre
Erlebnisse. Günter Ullmann, ein verfolgter Lyriker, las einige
Beispiele seiner
Gedichte vor. „Man merkt ihm heute noch seine schreckliche
Vergangenheit an –
diese psychischen Leiden kann man wahrscheinlich nicht
überwinden“, sagt Benedikt
Happ, Pressesprecher der Jungen Liberalen Fulda, nach Ullmanns Vortrag.
Am Ende
der Diskussion kam man auf die wachsende Akzeptanz der Linkspartei zu
sprechen,
welche augenscheinlich den Kommunismus unterstützt. Die
Diskutanten suchten
nach den Gründen und waren sich einig, dass die Schulen nicht
genug dafür tun,
dass die DDR-Vergangenheit aufgearbeitet wird. Genau dieses Thema haben
die
JuLis Fulda bereits im Januar diesen Jahres angesprochen und gefordert,
dass
Schulen nicht nur die Nazivergangenheit Deutschlands aufarbeiten,
sondern auch
die SED-Verbrechen, welche ebenfalls nicht unbedeutend sind.
„Es kann nicht
sein, dass Klassen zum Shoppen auf die Zeil nach Frankfurt fahren,
anstatt
einen wichtigen Teil deutscher Geschichte aufzuarbeiten“,
urteilt Mark
Matthies, Kreisvorsitzender der JuLis Fulda. Die JuLis Fulda
fordern die
Schulen dazu auf, dass mehr für die Aufarbeitung der
SED-Verbrechen getan wird,
damit es den Fuldaer Schülerinnen und Schülern nicht
so geht, wie Gymnasiasten
aus Köln. Diese waren zur Besichtigung am Point Alpha und
wussten gar nicht,
dass Deutschland je geteilt war, wie Berthold Dücker,
Vorsitzender des Fördervereins
Point Alpha e.V. zu berichten wusste.
„Es
kann nicht sein, dass mehr als dreiviertel der deutschen
Schüler
nicht einmal mehr wissen, wer die Mauer gebaut hat und viele sich
über die
Existenz der DDR und die Verbrechen des SED-Regimes nicht bewusst
sind“, erklärt
Benedikt Happ.
In
der zweiten Diskussionsrunde wurde über „Amerika als
Verteidiger der
Freiheit“ debattiert. Die Diskutanten sahen Amerika alle als
Verteidiger der
Freiheit. Dr. Wolfgang Hamberger formulierte diese Ansicht treffend mit
den Worten
„Die haben ihr Leben gegeben für unsere
Freiheit!“. Natürlich debattierte man
auch mit Blick auf den Irkakrieg das heutige Sendungsbewusstsein der
Amerikaner. „Wir brauchen uns gegenseitig. Die Welt braucht
den Zusammenschlus
von Wertegemeinschaften“, resümierte Dr. Hamberger
und repräsentiert so die
weitestgehend positive Einstellung der Anwesenden gegenüber
der amerikanischen
Außenpolitik.
Den
Tag liesen die JuLis mit einem gemütlichen Jazzkonzert
ausklingen.
„Am Ende der Veranstaltung bleiben zwei Zitate“,
schloss der
JuLi-Pressesprecher, „einmal von Jürgen Lenders >Aus Besatzern wurden Freunde<
und von Winston Churchill >Es gibt
nichts Schlimmeres als die
Amerikaner an seiner Seite zu haben, außer sie nicht an
seiner Seite zu haben<.“

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