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FULDA. Mario Klotzsche, FDP
Fraktionsvorsitzender im Kreistag, fordert die Schulen im Landkreis
Fulda auf,
sich intensiv mit der Geschichte der innerdeutschen Teilung zu befassen
und
regelmäßig die Gedenkstätte "Point-Alpha",
die der Kreis Fulda
mitfinanziert, zu besuchen.
Unter dem Motto "Bildungslücke DDR" veranstaltete die FDP
einen
Infostand und machte auf das eklatante Unwissen vieler
Schülerinnen und Schüler
über die wahren Verhältnisse in der DDR aufmerksam.
"Es ist erschreckend,
wie wenig viele Schüler über die jüngste
deutsche Vergangenheit und die
SED-Diktatur wissen.", so Mario Klotzsche. Laut einer
repräsentativen
Studie des "Forschungsverbundes SED-Staat" an der der Freien
Universität Berlin (Prof. Dr. Klaus Schroeder) wissen viele
Schüler in West-
und Ostdeutschland nur wenig über die DDR und die Geschichte
der deutschen
Teilung. Die Trennlinien zwischen Demokratie und Diktatur sind vielen
Schülern
nicht bekannt. Je mehr konkretes Wissen über die DDR vorhanden
ist, desto
größer ist der Anteil derer, die diese Diktatur
ausdrücklich ablehnen. Weil die
PDS-Linkspartei ganz offiziell die SED fortsetzt, wird sie von den
Liberalen
strikt abgelehnt.
"Die Schüler müssen lernen, wie schlecht der
SED-Staat tatsächlich war und
dass in der DDR viele Menschen verfolgt und unterdrückt
wurden. Dann verstehen
sie auch, wie wertvoll unser freiheitlicher Rechtsstaat, trotz mancher
Probleme, ist." so Klotzsche weiter. Regelmäßige
Besuche der Schulen in
der Mahn- und Gedenkstätte Point Alpha wären ein
wichtiger Beitrag den Schülern
Wissen zu vermitteln. „Wir haben mit Point Alpha einen
wichtigen Ort der
Erinnerung an die SED-Diktatur vor der Haustür und finanzieren
die Gedenkstätte
auch aus Kreismitteln mit. Deshalb sollten unsere Schulen intensiv von
diesem
Angebot Gebrauch machen.“, so Klotzsche.
Auch die Jungen Liberalen (Julis) haben sich am Infostand beteiligt.
"Wir
wollen den Jugendlichen von heute, die nach 1989 geboren wurden und
keine
Erinnerung an die DDR haben, dazu bringen, sich mit der Geschichte der
DDR zu
beschäftigten." so der Juli-Kreisvorsitzende Mark Matthies.
"Gerade
hier an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, wo Familien und
Dorfgemeinschaften brutal auseinandergerissen wurden, müssen
wir bei jungen
Leuten die Erinnerung wachhalten." so Matthies weiter.

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