|
14.10.2008
– Fulda – Die
SPD-Kommunalpolitikerin Edith Bing kündigte kürzlich
ihren Rücktritt von der
Kandidatur für ein Bundestagsmandat im Wahlkreis 175
Fulda-Lauterbach-Schlüchtern an. Als Gründe
hierfür nennt sie „fehlende
menschliche und demokratische Solidarität“ in der
eigenen Partei. Die
Jungen Liberalen Fulda sehen
nach dem verfrühten Rücktritt von Edith Bing ein
großes Demokratiedefizit der
SPD in Fulda.
„Wahrscheinlich
ist es langsam in der SPD zur
Gewohnheit geworden, unpassende Personen durch besondere
Maßnahmen aus dem
politischen Geschäft zu entfernen“,
mutmaßt Mark Matthies, Kreisvorsitzender
der Jungen Liberalen (JuLis) in Fulda. Aus Sicht der
FDP-Nachwuchsorganisation
kann es nicht sein, dass schon auf kommunaler Ebene die Spielregeln der
Demokratie so mit Füßen getreten werden und
jeglicher Gerechtigkeitssinn fehlt,
so dass sogar Frau Bing dies als Gründe für ihren
Rücktritt nannte. Die JuLis
Fulda fordern daher die Fuldaer SPD auf, wieder die Demokratie im
eigentlichen
Sinne zu achten, denn „so ein Verhalten ist in der Politik
fast schon
peinlich“, resümiert Matthies. Die
ständigen Querelen zeigen nach Ansicht der
JuLis die „wirkliche innere Situation und Zerrissenheit in
der Fuldaer SPD“.
Umso
höher rechnen die Jungen Liberalen Edith Bing
ihre Bereitschaft, sich trotz der Vorkommnisse weiter für die
Partei in Fulda
zu engagieren, an. „Frau Bing handelt nach den ehemaligen
solidarischen
Grundwerten der SPD, welche in den restlichen Teilen der Partei
gänzlich
vergessen wurden“, stellt der JuLi-Kreisvorsitzende fest und
rät der SPD, bei
der Aufstellung der Kandidaten in einen „fairen und
demokratischen Wahlprozess“
einzutreten. Alles andere führe zu vermehrter
Politikverdrossenheit. „Die
Menschen haben kein Verständnis für diese
Mätzchen. Auch die SPD muss als
politische Partei für die Bürgerinnen und
Bürger dieses Landes ein Mindestmaß
an Demokratie leben, denn sonst verliert sie ihre Legitimation und das
schadet
allen“, so Matthies abschließend.

|
|