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Pressmitteilung vom 08. November 2008

JuLis: Gefahr nicht nur von Rechts - auch von Links

Fulda – 08. November 2008 – Die Jungen Liberalen (JuLis) Fulda haben sich heute an einem Infostand der Fuldaer FDP beteiligt und haben so gegen den NPD-Aufmarsch demonstriert. Die politische Gefahr geht aber nach Ansicht der FDP-Nachwuchsorganisation nicht nur von Rechts, sondern auch von Links aus.

Die JuLis und die FDP informierten am Buttermarkt über die Gefahren des politischen und gesellschaftlichen Extremismus, sowie über die Situation der Innenstadt.  Der Kreisvorsitzende der JuLis in Fulda, Mark Matthies, warnt davor, die NPD zu unterschätzen: „Das extremistische Potential ist nicht einschätzbar. Nur durch Information, Aufklärung und eine erfolgreiche Politik können wir Menschen vom nationalsozialistischen Gedankengut wegbringen, hin zu den Werten unserer freiheitlich-pluralistischen Demokratie.“ Dabei betont Matthies, dass zu viele Menschen unter der nationalsozialistischen Diktatur ihr Leben lassen mussten und eine solche Situation nie wieder eintreten dürfe. Ein friedliches Agieren gegen den Rechtsextremismus „ist daher unsere historische Pflicht! Es kann nicht sein, dass sich weiterhin viele Menschen und insbesondere Jugendliche zu den Ideologien der NPD hingezogen fühlen.“ Bisher habe anscheinend die Aufklärungsanstrengung noch nicht ausgereicht.

Aufklärung ist aber aus Sicht der Jungen Liberalen Fulda nicht nur in Bezug auf den Rechtsextremismus erforderlich, sondern auch „der Blick zur linken Seite in unserem Staat muss geschärft werden“, so Matthies. Damit zielt der 22-jährige Kreisvorsitzende der JuLis Fulda auf „Die Linke“ ab. „Es ist erstaunlich wie einfach man durch einige Namensänderungen in Deutschland wieder politisch Fuß fassen kann. Die politische Aufklärungsarbeit reicht einfach noch nicht aus. Da muss mehr getan werden.“ Gerade in Bezug auf „Die Linke“ fordern die JuLis Fulda immer wieder, die Aufklärungsarbeit über das vergangene DDR-Regime zu verstärken. „Oft schon haben wir gesagt, dass die Schulen zum Point Alpha fahren sollen und mehr für die öffentliche Meinungsbildung getan werden muss.“ Darüberhinaus sehen sich die Jungen Liberalen Fulda in ihrer Forderung nach mehr Aufklärung bestätigt, denn „wie kommen sonst 5,1% Stimmen für die SED-Nachfolgerpartei in Hessen zu Stande“, fragt sich Mark Matthies. „Es können doch nicht im Ernst so viele Menschen das SED-Terrorregime wieder haben wollen!“

„Mehrere Millionen Tote und zwei historische Katastrophen sprechen für sich. Die Gefahr kommt nicht nur von Rechts, sondern auch von Links“, schließt Matthies und ist zufrieden mit der guten Resonanz auf den Infostand. Weiterhin betont er die Wichtigkeit, gegen extremistische Gruppierungen Flagge zu zeigen und bedankt sich bei allen Aktiven Helfern an diesem Tag: „Fulda hat sich erfolgreich gegen den Extremismus gewehrt.“