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Pressemitteilung vom 03. März 2010

Sperrstunde völlig inakzeptabel!

Sperrstundenregelung ist inakzeptabel

(pk)Die Jungen Liberalen zeigen sich über den Beschluss der Bürgermeisterkonferenz empört.

Nach dem Beschluss der Bürgermeister eine Sperrstunde für Festzelte im Landkreis auf 3 Uhr zu setzten, zeigen sich die Jungen Liberalen (JuLis) im Landkreis Fulda entrüstet. Aus Sicht der Jugendorganisation kann es nicht sein, dass die Bürgermeister einen Schritt zurück gehen und damit die Einschränkung der persönlichen Freiheit jedes Einzelnen beschlossen haben.

Gründe für diese Sperrstunde seien vermehrte Gewaltdelikte nach dem nächtlichen Diskobesuch. „Auch den Bürgermeistern sollte mittlerweile bewusste werden, dass eine Sperrstunde um 3 Uhr das eigentliche Problem nicht im Geringsten löst. Vielmehr kommt es dann zu einem weiteren Problem: Alle Jugendliche verlassen teils angetrunken das Festzelt“, so der Vorsitzende der JuLis Benedikt Happ (20). „Es ist doch logisch, dass innerhalb einer großen Menschenansammlung, das Aggressions- und Gewaltpotenzial steigt. Diesem Fakt können sich auch die Bürgermeister und der Präventionsrat nicht verschließen.“

Gerade die Argumentation Schwidessens stößt bei den Jungen Liberalen negativ auf. Es zeigt äußerste Kurzsichtigkeit, wenn man denkt, der „Party-Tourismus“ breche rapide durch die Sperrstunde ab. Vielmehr verlagern sich die nächtlichen Fahrten unter Alkoholeinfluss nach vorne. Dem entsprechend würden die Unfälle in Zukunft nicht nach 4 Uhr sondern gegen 2 Uhr stattfinden. Außerdem müsse man einsehen, dass Jugendliche auch außerhalb der Landkreisgrenze eine Party nach drei Uhr besuchen. Dass die Bürgermeister hierdurch wieder die Unfallgefahr steigern – also das Gegenteil von ihrem eigentlichen Ansinnen – sei doch völlig klar.

„Die Sperrstunde dient auf keinen Fall zur Unfall- und Gewaltprävention“, sagt Happ und zeigt sich enttäuscht über die Ignoranz der Bürgermeister. „Niemand hat eine erhöhte Polizeipräsenz oder Präventionsarbeit diskutiert oder getestet. Viele Vereine finanzieren sich durch Partys. Die Bürgermeister rauben ihren Vereinen mit der Sperrstunde die Finanzierungsgrundlage – die Vielfalt unseres kulturellen Lebens ginge verloren.“

Aus Sicht der JuLis im Landkreis Fulda ist die Sperrstunde völlig inakzeptabel und unwirksam. Das Ansinnen des Präventionsrates die Sperrstundenregelung auch für Kneipen und Diskotheken in Fulda auszudehnen, halten die JuLis für einen schlechten Scherz.

„Mit der Sperrstunde wird die große Mehrheit der friedlich Feiernden bestraft. Die Gründe der Bürgermeister für die beschlossene Regelung sind mehr als fadenscheinig“, resümiert Happ und fordert einen runden Tisch mit Vertretern aus Politik und Jugend.