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Sperrstundenregelung
ist inakzeptabel
(pk)Die Jungen Liberalen zeigen sich über
den Beschluss der
Bürgermeisterkonferenz empört.
Nach
dem Beschluss der
Bürgermeister eine Sperrstunde für Festzelte im
Landkreis auf 3 Uhr zu setzten,
zeigen sich die Jungen Liberalen (JuLis) im Landkreis Fulda
entrüstet. Aus
Sicht der Jugendorganisation kann es nicht sein, dass die
Bürgermeister einen
Schritt zurück gehen und damit die Einschränkung der
persönlichen Freiheit
jedes Einzelnen beschlossen haben.
Gründe
für diese Sperrstunde
seien vermehrte Gewaltdelikte nach dem nächtlichen
Diskobesuch. „Auch den
Bürgermeistern sollte mittlerweile bewusste werden, dass eine
Sperrstunde um 3
Uhr das eigentliche Problem nicht im Geringsten löst. Vielmehr
kommt es dann zu
einem weiteren Problem: Alle Jugendliche verlassen teils angetrunken
das
Festzelt“, so der Vorsitzende der JuLis Benedikt Happ (20).
„Es ist doch
logisch, dass innerhalb einer großen Menschenansammlung, das
Aggressions- und
Gewaltpotenzial steigt. Diesem Fakt können sich auch die
Bürgermeister und der
Präventionsrat nicht verschließen.“
Gerade
die Argumentation
Schwidessens stößt bei den Jungen Liberalen negativ
auf. Es zeigt äußerste
Kurzsichtigkeit, wenn man denkt, der
„Party-Tourismus“ breche rapide durch die
Sperrstunde ab. Vielmehr verlagern sich die nächtlichen
Fahrten unter
Alkoholeinfluss nach vorne. Dem entsprechend würden die
Unfälle in Zukunft
nicht nach 4 Uhr sondern gegen 2 Uhr stattfinden. Außerdem
müsse man einsehen,
dass Jugendliche auch außerhalb der Landkreisgrenze eine
Party nach drei Uhr
besuchen. Dass die Bürgermeister hierdurch wieder die
Unfallgefahr steigern –
also das Gegenteil von ihrem eigentlichen Ansinnen – sei doch
völlig klar.
„Die
Sperrstunde dient auf keinen
Fall zur Unfall- und Gewaltprävention“, sagt Happ
und zeigt sich enttäuscht
über die Ignoranz der Bürgermeister.
„Niemand hat eine erhöhte Polizeipräsenz
oder Präventionsarbeit diskutiert oder getestet. Viele Vereine
finanzieren sich
durch Partys. Die Bürgermeister rauben ihren Vereinen mit der
Sperrstunde die
Finanzierungsgrundlage – die Vielfalt unseres kulturellen
Lebens ginge
verloren.“
Aus
Sicht der JuLis im Landkreis
Fulda ist die Sperrstunde völlig inakzeptabel und unwirksam.
Das Ansinnen des
Präventionsrates die Sperrstundenregelung auch für
Kneipen und Diskotheken in
Fulda auszudehnen, halten die JuLis für einen schlechten
Scherz.
„Mit
der Sperrstunde wird die
große Mehrheit der friedlich Feiernden bestraft. Die
Gründe der Bürgermeister
für die beschlossene Regelung sind mehr als
fadenscheinig“, resümiert Happ und
fordert einen runden Tisch mit Vertretern aus Politik und Jugend.

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