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Über die Gründung des neuen Kreisverbandes der Jugendorganisation der NPD.
Über die Gründung des neuen Kreisverbandes der Jugendorganisation der NPD.
Allen Demokraten im Lahn Dillkreis stockt der Atem: Die Jungen Nationaldemokraten "drohen" mit der aktiven Teilnahme am politischen Geschehen.
Hier werden Jugendliche an der politischen Meinungsbildung teilnehmen, denen bislang nicht geläufig ist, das politische Entscheidungen nicht auf dem Schulhof entschieden werden, sondern in demokratisch gewählten Parlamenten. Wie sonst ist es zu verstehen, wenn über die Veranstaltung auf der Internetseite der JN berichtet wird, dass sich der neugegründete "Stützpunkt" mit der Verteilung von CDs mit rechtsradikalem Inhalt auf Schulhöfen einen Namen machen soll.
"Hier liegt der Verdacht nahe, dass es hier nicht um demokratische Meinungsbildung geht, sondern um die Verführung Minderjähriger, die mit braunem Gedankengut vergiftet werden sollen", erklärte Tassilo Richter, Vorsitzender der Jungen Liberalen im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dieser Zeitung. "Welch seriöse Politiker am Werke sind, kann man wiederum in der Pressemitteilung der JN im Internet nachlesen: Begriffliche Feinheiten, wie der Unterschied zwischen Politik- und Politverdrossenheit ,werden vermischt und die Titulierung anders denkender politisch Aktiver als "Stiefelputzer" zeugt von der Seriösität dieser pseudo-demokratischen Jugendorganisation. Wenn weitere, neu gewählte Vorstandsmitglieder nicht namentlich erwähnt werden sollen, bleibt fraglich, auf welcher Seite hier die "Stiefelputzer" genau sind.", so Richter weiter.
Wenn Landratskandidatin Zutt hervorhebt, dass auch
Mädchen den Weg in die JN finden, so zeigt dies,
dass Frau Zutt und ihre Organisation in unserer
heutigen, modernen und durchaus emanzipierten
Gesellschaft noch nicht angekommen sind.
"Für den interessierten Bürger ist des Weiteren
festzustellen, dass es bei den
Jungen Nationaldemokraten auch Probleme beim
Zählen gibt: Während die Polizei von 20 Teilnehmern
ausgeht, vermeldet die JN auf ihrer Homepage über 50
Teilnehmer.", teilt Richter amüsiert mit.
Es wurde darüber berichtet von Flugblättern,
die ausländische Jugendliche diskriminieren und
die Bevormundung der Gesellschaft durch linke
Kreise ankreiden. Dabei ist den Verantwortlichen der JN scheinbar entgangen, dass seit November 2005 mit Frau Merkel sicherlich keine "linke" Politikerin an der Regierungsspitze steht. "Dass die JN und die zugehörige Mutterpartei in der Vergangenheit leben und sich der Gegenwart verweigern, zeigt auch das Eingeständnis von Frau Zutt, die sich mit dem Wahlergebnis bei der Bundestagswahl brüstet und dies sinngemäß damit begründet, dass die NPD eben eine Protestpartei ist.", so der Jungliberale.
Hier schliesst sich für die Jungen Liberalen der Kreis, sind doch politische und demokratische Parteien an der Fortentwicklung unserer freien und liberalen Gesellschaft interessiert und nicht an deren Zerstörung, wie es die NPD anstrebt. Richter teilte mit, man werde rechtsextremen Tendenz gemeinsam mit anderen, demokratischen Jugendorganisationen entschlossen entgegentreten. "Dazu werden die Jungen Liberalen die Initiative ergreifen", so Richter.

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