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Die Jungen Liberalen aus dem Kreisverband Main-Taunus besuchten am vergangenen Samstag das von der RWE betriebene Kernkraftwerk Biblis, um sich angesichts der Diskussion um die Verantwortbarkeit, die beiden Blöcke bereits Ende 2009 bzw. 2010 abzuschalten, eine eigene Meinung vor Ort zu bilden. Hierzu erhielten sie eine ausführliche Präsentation über die Funktionsweise des Kernkraftwerks, den Sicherheitsstandard, sowie die Bedeutung der Kernenergie für die Stromversorgung Hessens. Danach folgte eine Führung über das Gelände des Kernkraftwerks, bei der die Jungen Liberalen die Möglichkeit bekamen, den Weg vom Reaktor bis ins Stromnetz nachzuvollziehen.
In Biblis freute man sich über das Interesse und die Bereitschaft der jungen Be-sucher sich den Gegenstand der Diskussion auch einmal vor Ort anzuschauen. Gleichzeitig zeigte man sich aber auch enttäuscht über die bisherige Weigerung der politischen Gegner der Kernenergie, also SPD und Grüne, sich zumindest auch einmal die Positionen und Argumente des Betreibers und der vielen tausend Menschen, deren Arbeitsplätze direkt oder indirekt von Biblis abhängen, anzuhören.
Die Jungen Liberalen ihrerseits halten die Kernenergie für eine Übergangstechnologie. Sobald es möglich ist, den Energiebedarf aus alternativen Quellen zu decken, sollte auf Kernenergie verzichtet werden. Allerdings vertreten die Jungen Liberalen angesichts der Tatsache, dass 6,5 Millionen Haushalte in Deutschland alleine von Biblis ihren Strom beziehen, auch die Meinung, dass ein Abschalten des Kernkraftwerks bereits Ende des kommenden Jahres nicht nur unrealistisch, sondern auch unverantwortbar wäre. In Zeiten des Kostendrucks und einer drohenden wirtschaftlichen Schwächephase dürfen die privaten Haushalte nicht auch noch mit rasant steigenden Energiekosten konfrontiert werden, was die zwingende Konsequenz einer abrupten Verknappung der Strommenge wäre.

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